Trauerfortbildung

Aufklärung über die erste Trauerzeit

Typisch für die erste Trauerzeit:

Gefühle
Zum Beispiel:

  • „Der Boden unter den Füßen tut sich auf“
  • „Wie in Watte gehüllt sein“
  • Leere
  • Ruhelosigkeit
  • Einsamkeit
  • Wut
  • Verzweiflung
  • Zeit und Raum werden anders erlebt

Hilfreich: eigene Hilflosigkeit wahrnehmen und benennen, das Herz sprechen lassen, da sein, ein Gegenüber zum Anlehnen sein, Händedruck, Umarmung
„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ (Jes. 66,13)

Gedanken
Zum Beispiel:

  • keinen Sinn mehr im Leben sehen
  • hinterher sterben wollen
  • sich schuldig fühlen
  • leeres funktionieren
  • das kann nicht wahr sein denken

Hilfreich: auf die Person zugehen und über inneres Erleben und Gedanken sprechen, zuhören, Leid oder Sorgen teilen lassen und dadurch erträglicher machen, Interesse an den Trauernden und Ihrem Schicksal haben, Verständnis zeigen
„Geteiltes Leid ist halbes Leid.“

Körperliche Reaktionen
Zum Beispiel:

  • Herzschmerz
  • Schlaflosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • keine Lust sich zu bewegen
  • Begegnung mit Verstorbenen im Traum oder Tagtraum

Hilfreich: Halt geben – zum Beispiel Füße halten oder massieren, Essen kochen, putzen der Wohnung, Einkaufen, Blumen schenken, Postkarte schreiben, reden, zusammen in der Natur spazieren gehen, an früheren Schlafrhythmus erinnern, eine schöne Sache am Tag aufschreiben lassen
Spazieren gehen, um wieder Halt unter den Füßen zu spüren.
„Die Erde trägt mich.“